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Bill Gates: Innovation bremst Klimawandel

Die Welt steht vor einer entscheidenden Phase der Klimapolitik. Bill Gates sieht Grund zur Hoffnung – dank technologischer Fortschritte und sinkender Emissionsprognosen. Doch ohne eine globale Wende, insbesondere mit China an Bord, bleibt das Ziel „Net Zero“ in weiter Ferne.

Veröffentlicht

26.11.2025

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Bill Gates blick mit Brille in die Kamera
© APA-Images / Action Press / Dutch Press Photo Agency
Bill Gates setzt auf Innovation und Kooperation: Der Microsoft-Gründer investiert Milliarden in klimarelevante Technologien und fordert eine globale Wende in der Klimapolitik.

Die jüngsten Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA) zeigen eine positive Entwicklung: Die Prognose für energiebedingte CO₂-Emissionen bis 2040 ist um 42 Prozent gesunken – von 50 auf 29 Milliarden Tonnen. Der Philanthrop und Investor Bill Gates betont, dass dieser Fortschritt nicht auf wirtschaftliche Einbrüche, sondern auf Innovation zurückzuführen ist: Solarstrom ist seit 2010 um fast 90 Prozent günstiger geworden, Windkraft um 70 Prozent, Batterien sogar um über 90 Prozent. Elektroautos, Effizienztechnologien und neue Atomkraftprojekte treiben die Energiewende voran.

1,4 Milliarden Investment

Doch Gates warnt vor Selbstzufriedenheit. Er plädiert er für eine „Wende in der globalen Klimapolitik“: Ohne China, das ein Drittel der weltweiten Emissionen verursacht und zugleich führend bei grüner Technologie ist, sind die Klimaziele unerreichbar. Kooperation statt Konfrontation sei entscheidend, um Investitionen in Schlüsseltechnologien wie grünen Wasserstoff und CO₂-Abscheidung zu beschleunigen. Gates selbst hat bereits Milliarden über Breakthrough Energy in klimarelevante Technologien investiert und zusätzlich 1,4 Milliarden US-Dollar für Anpassungsprojekte zugesagt – ein klares Signal, dass Innovation und internationale Zusammenarbeit Hand in Hand gehen müssen.

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